Ärzte im Gespräch über administratives Chaos sowie über die Verwechslung von Leben und Infektionsverhinderung.

Prädikat: Besonders wertvoll

vom Kanal achgut.pogo 
mehr zum Kanal und der Möglichkeit ihn zu unterstützen, bitte runterscrollen
Das ist investigativer Journalismus at its best

Min. 31:44 – … leben in der Wirklichkeit des Moralismus … seit Jahren diskutieren wir doch wichtige Fragen nicht mehr vernunftsbasiert …es geht nur noch darum sich moralistisch in das richtige Licht zu setzen.

Min. 1:55 – Personalengpässe – in Sachsen – wegen der Maßnahmen, nicht wegen Corona – durch die Maßnahmen fehl(t)en immer wieder die Fachleute auf den Spezialstationen.

Min. 13:25 – Frage von B. Müller-Ulrich: ist es nicht das Wesen von Intensivstationen, dass sie immer voll ausgelastet werden sollen. Es macht doch keinen Sinn, diese extrem teure Medizin leer stehen zu lassen.

Antwort: Es ist der Normalfall, dass Intensivstationen/-betten immer 90-95% Auslastung zeigen – sie arbeiten immer am Limit.

Min. 15:25 – Problematik der Überdruckbeatmung – gem. Lungenfachärzten könnte man auch mit viel weniger Sauerstoffpartialdruck in den Lungen, als in den Leitlinien steht, eben nicht invasiv behandeln. (s. auch den Artikel aus focus online vom 23.12.2020 – unten)

Min. 17:12 – Als Argument für die Invasiv-Beatmung wird häufig angeführt, dass die Gefahr für das Personal durch diese NIV-Beamtung (nicht invasive Beatmung) doch recht hoch sei, wenn die Maske nicht richtig sitzt und das Atemgas vorbei pfeifft.

Hinweis redezeit: s. Artikel aus dem Fokus – lebensgefährliche Problematik der Invasiv-Beatmung.

Min. 22:35 – Warum wurden durch das RKI keine Kohortenstudien veranlasst? (Eine Kohortenstudie ist ein beobachtendes Studiendesign der Epidemiologie mit dem Ziel, einen Zusammenhang zwischen einer oder mehreren Expositionen und dem Auftreten einer Krankheit aufzudecken – wikipedia)

Hätte man das (frühst möglich) gemacht, dann wüsste man heute exakt die Dunkelziffer der Infizierten, man wüsste welche Maßnahmen funktieren, welche Sinn machen, welche nicht. Das hat man nicht getan, es ist wirklich ein Komplettversagen des RKI. Das ist doch das kleine 1×1 der Epidemiologie und das ist nicht geschehen.

Prof. Dr. Streeck hat genau das im Mai 2020 in Heinsberg versucht, wurde aber diskreditiert.

Mit kleinen, konsequenten Aufwand hättem man Licht ins Dunkel bringen können. Das hat man versäumt und schmeißt dafür mit Inzidenzen um sich, mit Zahlen, die NICHTS aussagen.

Dem Situationsbericht des RKI vom 21.01.2021 kann man entnehmen, dass man über  80-90 % der  Infektionsquellen nichts weiss. (Min: 26:53)

Min. 31:20 – … wir hatten jetzt durch die Bank Unterbelegung in den Krankenhäusern …

Min. 31:44 – … leben in der Wirklichkeit des Moralismus … seit Jahren diskutieren wir doch wichtige Fragen nicht mehr vernunftsbasiert … es geht nur noch darum sich moralistisch in das richtige Licht zu setzen.

Das ist unser Problem in Deutschland.

Min. 37:40 – … Neue Virusmutanten … jedes Virus durchläuft eine Evolution … anfangs eine hohe Pathogenität bei einer niedrigen Ansteckungsgefahr … die Infektiösität nimmt durch die Mutation zu und damit der Überlebensvorteil des Virus, aber seine Pathogenität* geht deutlich nach unten. Damit nimmt die Gefährlichkeit für den Menschen deutlich ab.

 

*Pathogenität ist die grundsätzliche Fähigkeit von infektiösen Agenzien, in bestimmten Organismen Erkrankungen hervorzurufen. (wikipedia)

Dr. med. Gunter Frank, Allgemeinarzt in Heidelberg und Winterthur,
Dr. med. Jesko Matthes, Hausarzt in Deutsch Evern bei Lüneburg und
Prof. Dr. med. Henrik Ullrich, Chefarzt am Zentrum für Radiologie der Collm Klinik Oschatz in Sachsen,

sprechen mit Burkhard Müller-Ullrich

über Intensivbetten und Pflegenotstand, über administratives Chaos sowie über die Verwechslung von Leben und Infektionsverhinderung.

Achgut.Pogo unterstützen:
https://www.achgut.com/seite/achgut_u…
Achgut Pate werden:
https://paten.achgut.com
Achgut Buch-Shop:
https://shop.achgut.com
Achgut LinkedIn:
https://www.linkedin.com/company/achgut
Achgut Newsletter bestellen:
https://newsletter.achgut.com
Achgut Facebook:
https://www.facebook.com/achgut
Achgut Twitter:
https://twitter.com/Achgut_com
Achgut Blog:
http://www.achgut.com

Durch Intubation steigt Sterblichkeit rapide an

Zitat aus Focus online vom 23.12.2020
„Fakt ist, dass wir in Deutschland Covid-19-Patienten viel zu früh künstlich beatmen“, sagt Voshaar. Die künstliche Beatmung sei zwar eine wichtige, lebensrettende Maßnahme für Schwerstkranke und Verletzte, die nicht mehr selbstständig atmen können, aber bei vielen Covid-19-Patienten bestünde gar keine Indikation dafür.

Noch schlimmer: Durch das Intubieren steige die Sterblichkeit der Betroffenen extrem an. „50 Prozent der invasiv beatmeten Covid-19-Patienten sterben. Das ist ein klares Zeichen, dass wir in der Medizin einen anderen Weg gehen müssen“, appelliert Voshaar an seine Kollegen.

Dass die invasive Beatmung Risiken birgt, ist keine Neuigkeit in der Medizin. „Das wissen wir schon seit zehn Jahren“, sagt Voshaar. Denn bei der Intubation pumpt ein Gerät mit Druck über einen durch die Luftröhre gelegten Schlauch Luft in die Lungen – meist auch mit einer erhöhten Sauerstoffkonzentration.

Nach drei Tagen steigt das Risiko für Komplikationen stark an

„Das ohnehin schon durch die Erkrankung entzündete Lungengewebe kann durch die Druck- und Scherkräfte sowie hohe Sauerstoffkonzentrationen schnell zusätzlich geschädigt werden“, erklärt der Mediziner. Denn die Lunge mag weder Druck noch zu viel Sauerstoff. Aber je schlechter sie funktioniert, desto mehr Druck und desto höhere Sauerstoffkonzentrationen benötigt sie, um den Körper weiter mit einem ausreichenden Sauerstoffangebot zu versorgen. „Das ist ein Teufelskreis – bereits nach drei Tagen steigt die Gefahr für Komplikationen exponentiell an“, schildert der Mediziner.

Hinzu komme, dass für diese invasive Beatmungsmethode Patienten für die Dauer der Maßnahme ins künstliche Koma versetzt werden müssten, im Wachzustand könne kein Patient einen Schlauch in der Luftröhre tolerieren. „Gerade für ältere Menschen birgt die Sedierung über einen längeren Zeitraum große Gefahren“, sagt Voshaar. Muskelschwund, Kreislaufprobleme bis hin zu Verwirrtheit, dem sogenannten Delir, können die Folgen sein.

Dass
die invasive Beatmung Risiken birgt, ist keine Neuigkeit in der
Medizin. „Das wissen wir schon seit zehn Jahren“, sagt Voshaar. Denn bei
der Intubation pumpt ein Gerät mit Druck über einen durch die Luftröhre
gelegten Schlauch Luft in die Lungen – meist auch mit einer erhöhten
Sauerstoffkonzentration.

Nach drei Tagen steigt das Risiko für Komplikationen stark an

„Das
ohnehin schon durch die Erkrankung entzündete Lungengewebe kann durch
die Druck- und Scherkräfte sowie hohe Sauerstoffkonzentrationen schnell
zusätzlich geschädigt werden“, erklärt der Mediziner. Denn die Lunge mag
weder Druck noch zu viel Sauerstoff. Aber je schlechter sie
funktioniert, desto mehr Druck und desto höhere
Sauerstoffkonzentrationen benötigt sie, um den Körper weiter mit einem
ausreichenden Sauerstoffangebot zu versorgen. „Das ist ein Teufelskreis –
bereits nach drei Tagen steigt die Gefahr für Komplikationen
exponentiell an“, schildert der Mediziner.

Hinzu komme, dass für
diese invasive Beatmungsmethode Patienten für die Dauer der Maßnahme ins
künstliche Koma versetzt werden müssten, im Wachzustand könne kein
Patient einen Schlauch in der Luftröhre tolerieren. „Gerade für ältere
Menschen birgt die Sedierung über einen längeren Zeitraum große
Gefahren“, sagt Voshaar. Muskelschwund, Kreislaufprobleme bis hin zu
Verwirrtheit, dem sogenannten Delir, können die Folgen sein.

 

Dass
die invasive Beatmung Risiken birgt, ist keine Neuigkeit in der
Medizin. „Das wissen wir schon seit zehn Jahren“, sagt Voshaar. Denn bei
der Intubation pumpt ein Gerät mit Druck über einen durch die Luftröhre
gelegten Schlauch Luft in die Lungen – meist auch mit einer erhöhten
Sauerstoffkonzentration.

Nach drei Tagen steigt das Risiko für Komplikationen stark an

„Das
ohnehin schon durch die Erkrankung entzündete Lungengewebe kann durch
die Druck- und Scherkräfte sowie hohe Sauerstoffkonzentrationen schnell
zusätzlich geschädigt werden“, erklärt der Mediziner. Denn die Lunge mag
weder Druck noch zu viel Sauerstoff. Aber je schlechter sie
funktioniert, desto mehr Druck und desto höhere
Sauerstoffkonzentrationen benötigt sie, um den Körper weiter mit einem
ausreichenden Sauerstoffangebot zu versorgen. „Das ist ein Teufelskreis –
bereits nach drei Tagen steigt die Gefahr für Komplikationen
exponentiell an“, schildert der Mediziner.

Hinzu komme, dass für
diese invasive Beatmungsmethode Patienten für die Dauer der Maßnahme ins
künstliche Koma versetzt werden müssten, im Wachzustand könne kein
Patient einen Schlauch in der Luftröhre tolerieren. „Gerade für ältere
Menschen birgt die Sedierung über einen längeren Zeitraum große
Gefahren“, sagt Voshaar. Muskelschwund, Kreislaufprobleme bis hin zu
Verwirrtheit, dem sogenannten Delir, können die Folgen sein.

 

Dass die invasive Beatmung Risiken birgt, ist keine Neuigkeit in der Medizin. „Das wissen wir schon seit zehn Jahren“, sagt Voshaar. Denn bei der Intubation pumpt ein Gerät mit Druck über einen durch die Luftröhre gelegten Schlauch Luft in die Lungenmeist auch mit einer erhöhten Sauerstoffkonzentration.

Nach drei Tagen steigt das Risiko für Komplikationen stark an

„Das ohnehin schon durch die Erkrankung entzündete Lungengewebe kann durch die Druck- und Scherkräfte sowie hohe Sauerstoffkonzentrationen schnell zusätzlich geschädigt werden“, erklärt der Mediziner. Denn die Lunge mag weder Druck noch zu viel Sauerstoff. Aber je schlechter sie funktioniert, desto mehr Druck und desto höhere Sauerstoffkonzentrationen benötigt sie, um den Körper weiter mit einem ausreichenden Sauerstoffangebot zu versorgen. „Das ist ein Teufelskreis – bereits nach drei Tagen steigt die Gefahr für Komplikationen exponentiell an“, schildert der Mediziner.

Hinzu komme, dass für diese invasive Beatmungsmethode Patienten für die Dauer der Maßnahme ins künstliche Koma versetzt werden müssten, im Wachzustand könne kein Patient einen Schlauch in der Luftröhre tolerieren. „Gerade für ältere Menschen birgt die Sedierung über einen längeren Zeitraum große Gefahren“, sagt Voshaar. Muskelschwund, Kreislaufprobleme bis hin zu Verwirrtheit, dem sogenannten Delir, können die Folgen sein.“

Invasive Beatmung verlängert Liegezeiten auf Intensivstationen

Noch einen weiteren wichtigen Faktor führt Voshaar gegen die verfrühte künstliche Beatmung von Covid-19-Patienten ins Feld: „Die Liegezeit auf der Intensivstation verlängert sich durch die Intubation deutlich und verknappt so die Kapazitäten.“ Im Schnitt müssen Intubierte zwischen zwei und drei Wochen intensivmedizinisch behandelt werden. Wer überlebt, ist danach in der Regel auch noch weitere Wochen im Krankenhaus.

Ein Umstand, den der Mediziner gerade wegen der Pandemie für untragbar hält: „Der Lockdown, der uns Milliarden kostet, soll verhindern, dass die Intensivstationen mit Covid-19-Patienten überlastet werden, aber dann wählen wir eine Behandlungsmethode, die dazu beiträgt, dass Patienten vielleicht unnötig sterben und auch länger auf der Intensivstation bleiben müssen. Das ergibt keinen Sinn“, argumentiert der Mediziner.

Voshaar: Frühes Intubieren als einer der größten Fehler der Pandemie-Bekämpfung

Gerade zu Beginn der Pandemie stieß Voshaar mit seiner Forderung, invasive Beatmung bei Covid-19 nur bei absoluter Notwendigkeit anzuwenden, bei vielen Kollegen auf Widerstand. „Wir haben uns zu Beginn der Pandemie weltweit an chinesischen Beobachtungen orientiert und die Warnung, dass viele sterben, wenn zu spät beatmet wird, in eine Strategie des frühen Intubierens umgewandelt“, kritisiert der Mediziner. Das heißt: Die frühe künstliche Beatmung wurde zu einer Leitlinie in der Behandlung schwerkranker Corona-Patienten erhoben.

„Das ist einer der größten Fehler, den wir in der Pandemiebekämpfung gemacht haben, denn dafür gab es keinerlei wissenschaftliche Evidenz.“ Genau das habe in Kombination mit den Massen erkrankter Patienten in den Krankenhäusern zu den hohen Todeszahlen in Italien, Frankreich und Spanien geführt, kritisiert Voshaar rückblickend.

Tatsächlich kamen während der ersten Welle recht früh Warnungen von Ärzten aus den Hotspots in Italien, Frankreich, Spanien oder auch New York auf, die von hohen Sterberaten bei beatmeten Patienten berichteten – in New York lag sie laut einer Studie beispielsweise bei knapp 80 Prozent.

Prof. Dr. Dieter Köhler hat mehr als 25 Jahre die Lungenfachklinik „Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft“ geleitet und Erfahrung mit beatmeten Patienten. Außerdem habilitierte er sich und forscht bis heute zum Thema Aerosole. Er berät Mitglieder des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung. (Zitat aus der Westfalenpost vom 20.09.2020)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.