Hat das Versagen von Behörden und Politik Menschenleben gekostet?

Warum werden so wenig Corona-Obduktionen durchgeführt?

Auszüge aus der Sendung Nordmagazin am 03.02.2021

Interview mit Dr. Andreas Büttner – Chef der Rostocker Rechtsmedizin.

Min. 0:54  – Die Rostocker Rechtsmedizin durfte trotz Kostenübernahme durch das Institut nur 8 von möglichen 480 Obduktionen durchführen.

Nachfrage des Nordmagazins bei den zuständigen Gesundheitsämtern der Kreise, warum nur so wenige Obduktionen angeordnet werden. Eine klare Antwort kommt aus dem Kreis Vorpommern Rügen, hier wurde von bis heute  46 Toten, die  Corona zugeordnet werden keine obduziert.

„Unsere Aufgabe als  örtlich zuständiges Gesundheitsamt ist, vordergründig Infektionswege zu egründen und Infektionsketten zu brechen. Dazu sind keine Obduktionen erfoderlich.“

Min. 1:54 – Dr. Büttner:

„Natürlich sind vielfach ältere Patienten betroffen, aber man muss ja auch ganz klar sagen, warum betrifft es die Einen und die Anderen nicht. Und da wäre die Obduktion z.B.  extrem wichtig zu sagen, Moment, weil die Patienten, die überlebt haben zum Beispiel ganz andere Vorerkrankungen, als die die verstorben sind. „

 

Interview mit Dr. Püschel – ehemaliger Leiter der Rechtsmedizin in Hamburg – ab Min. 2:12

„Von den Toten lernen wir für die Lebenden. … Das gilt gerade in Pandemiezeiten.“ (Zitat: Dr. Püschel)

Die Rechtsmedizin Hamburg hat bisher die meisten Obduktionen durchgeführt. In der Zeit war Herr Dr. Püschel auch noch Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, seine Kollegen haben dies fortgesetzt.

Min. 3:45 „Wir gehörten zu den ersten, die nachgewiesen haben, dass bei Coronatoten sehr häufig Thrombosen und Embolien vorliegen, die man durch entsprechende medikamentöse Behandlung verhindern kann und wo man dann die Überlebenschancen sehr stark verbessern kann.

Wir konnten nachweisen, dass die Niere sehr frühzeitig einbezogen ist in das Krankheitsgeschehen und dass eine entsprechende Nierenschutztherapie auch die Überlebenschancen stark verbessert.

Wir haben dann auch als Erste das große Ausmaß der Vorkrankheiten darlegen können und die besonders vulnarable Gruppe der Senioren zu schützen versucht, allerdings unserer Argumentation sind die dafür zuständigen Behörden und Politiker, ehrlich gesagt bis heute, ja nicht gefolgt.“

 

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