Präsident Putins Brandrede gegen den Westen

Nachfolgend gibt es zwei Übersetzungen der Rede.

Wissen ist eine Holschuld. Vor der Meinungsbildung steht die vielfältige Information, sonst ist es nur das Ergebnis von Meinungsmache.

Welche Schlussfolgerungen der einzelne Mensch daraus zieht ist eine ganz andere Sache, aber hier auch nicht das Thema.


Nach den Referenden im Donbass und in Cherson und Saporoschje hat Russland dem Wunsch der Menschen entsprochen und die Gebiete mit Russland vereinigt. Zum dem Anlass hat Putin eine deutliche Rede gehalten.

 

In seiner Rede zur Vereinigung der Gebiete Donezk, Lugansk, Cherson und Saporoschje mit Russland hat Präsident Putin eine Rede an die Nation gehalten, die eine weitere Kampfansage an den kollektiven Westen war. Putin ist in seiner Rede noch deutlicher geworden, als in seinen letzten Reden. Er spricht inzwischen offen davon, dass im Westen Scheindemokratien herrschen, die die Menschen unterdrücken und ausbeuten. Putin und andere russische Offizielle erwähnen die Regierungen westlicher Staaten gar nicht mehr, sie sprechen nur noch von den „herrschenden Eliten“, die im Westen die Entscheidungen treffen.

Damit wird in Russland inzwischen offen gesagt, dass im Westen keine gewählten Regierungen herrschen, sondern Oligarchen wie Gates, Soros und Rockefeller, um die bekanntesten Namen zu nennen. Damit wird in Russland auch offen gesagt, worum es im Kampf des Westens gegen Russland und andere Länder wie China, Weißrussland, Venezuela oder den Iran wirklich geht: Es geht um die Frage, ob Regierungen oder Oligarchen die Macht haben werden. Was wir derzeit erleben, ist ein Kampf der Systeme, in dem Globalisten, die die Nationalstaaten entmachten oder sogar abschaffen wollen, gegen diejenigen kämpfen, die Nationen, Völker und ihre Traditionen bewahren wollen.

Dabei steht den im Westen herrschenden Eliten das Völkerrecht im Weg, das sie durch die sogenannte „regelbasierte Weltordnung“ ersetzen wollen. Was darunter zu verstehen ist, können Sie hier nachlesen. Zum Verständnis dessen, was derzeit in der Weltpolitik vor sich geht, ist das sehr wichtig.

Putins Rede fügt sich nahtlos ein in die Reden, die Putin in letzter Zeit zu dem Thema gehalten hat (zum Beispiel diese und diese) und auch in die Reden, die der russische Außenminister Lawrow gerade vor der UNO gehalten hat (Sie finden sie hier und hier).

Es ist auffällig, dass westliche Medien, zum Beispiel der Spiegel, zwar ausführlich über Putins Rede berichtet haben, sie aber nicht zitieren. Stattdessen werden Putins Aussagen in den Artikeln eingeordnet, womit den Lesern vorgegeben wird, was sie über Putins Aussagen zu halten haben. Diese Form des betreuten Denkens zeigt, welche Angst man im Westen vor Putins Botschaften hat, die er auch direkt an die Menschen im Westen richtet, wie die aktuelle Rede wieder zeigt.

Nun kommen wir zur Rede von Präsident Putin, die ich komplett übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Sehr geehrte Bürger Russlands, Bürger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Bewohner der Regionen Saporoschje und Cherson, Abgeordnete der Staatsduma und Senatoren der Russischen Föderation!

Sie wissen, dass in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in den Regionen Saporoschje und Cherson Referenden abgehalten wurden. Sie sind abgeschlossen, die Ergebnisse sind bekannt. Die Menschen haben ihre Wahl getroffen, eine eindeutige Wahl.

Heute unterzeichnen wir die Verträge über die Aufnahme der Volksrepublik Donezk, der Volksrepublik Lugansk, der Region Saporoschje und der Region Cherson in Russland. Ich bin sicher, dass die Bundesversammlung die Verfassungsbestimmungen über die Aufnahme und Bildung von vier neuen Regionen, vier neuen Subjekten der Russischen Föderation, unterstützen wird, denn das ist der Wille von Millionen von Menschen.

(Beifall.)

Und das ist natürlich ihr Recht, ihr unveräußerliches Recht, das in Artikel 1 der UN-Charta verankert ist, in dem es direkt um den Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker geht.

Ich wiederhole: Das ist das unveräußerliche Recht der Menschen, es beruht auf der historischen Einheit, in deren Namen Generationen unserer Vorfahren, die Russland seit den Anfängen des alten Rus über Jahrhunderte hinweg aufgebaut und verteidigt haben. Hier, in Noworossiya, haben Rumjanzew, Suworow und Uschakow gekämpft, haben Katharina II. und Potemkin neue Städte gegründet. Unsere Großväter und Urgroßväter haben hier während des Großen Vaterländischen Krieges bis zum Tod gekämpft.

Wir werden uns immer an die Helden des „russischen Frühlings“ erinnern, an diejenigen, die sich nicht mit dem neonazistischen Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 abgefunden haben, an alle, die für das Recht, ihre Muttersprache zu sprechen, ihre Kultur, ihre Traditionen und ihren Glauben zu bewahren und für das Recht zu leben, gestorben sind. Das sind die Kämpfer des Donbass, die Märtyrer des „Chatyn von Odessa“ und die Opfer der unmenschlichen Terroranschläge des Kiewer Regimes. Das sind Freiwillige und Milizen, das sind Zivilisten, Kinder, Frauen, alte Menschen, Russen, Ukrainer, Menschen unterschiedlichster Ethnien. Das waren der wahre Anführer des Volkes von Donezk, Alexander Sachartschenko, die Kampfkommandeure Arsen Pawlow und Wladimir Schoga, Olga Kotschura und Alexej Mosgowoi, der Staatsanwalt der Republik Lugansk Sergej Gorenko. Das war der Fallschirmjäger Nurmagomed Gadjimagomedov und alle unsere Soldaten und Offiziere, die während der Militäroperation den Tod der Tapferen gestorben sind. Sie sind Helden.

(Beifall.)

Sie sind Helden des großen Russlands. Ich bitte zu ihrem Gedenken eine Schweigeminute einzulegen.

(Schweigeminute.)

Danke.

Hinter der Entscheidung der Millionen von Menschen in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in den Oblasten Saporoschje und Cherson stehen unser gemeinsames Schicksal und eine tausendjährige Geschichte. Dieses geistige Band haben die Menschen an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben. Trotz aller Widrigkeiten haben sie ihre Liebe zu Russland über die Jahre hinweg bewahrt. Und niemand kann dieses Gefühl in uns zerstören. Deshalb haben die ältere und die jüngeren Generationen, die nach der Tragödie des Zusammenbruchs der Sowjetunion geboren wurden, für unsere Einheit, für unsere gemeinsame Zukunft gestimmt.

1991 haben die Vertreter der damaligen Parteieliten in der Beloweschskaja Puschtscha, ohne nach dem Willen der Bürger zu fragen, den Zerfall der UdSSR beschlossen, und die Menschen waren über Nacht von ihrem Vaterland abgeschnitten. Das hat unsere nationale Einheit gespalten und zerrissen und wurde zu einer nationalen Katastrophe. So wie die Grenzen der Sowjetrepubliken nach der Revolution einst hinter den Kulissen gezogen wurden, haben die letzten Führer der Sowjetunion unser großes Land trotz des direkten Willens der Mehrheit in dem Referendum 1991 auseinandergerissen, indem sie das Volk einfach vor vollendete Tatsachen gestellt haben.

Ich halte es für möglich, dass sie nicht einmal ganz verstanden haben, was sie da taten und welche Konsequenzen das am Ende unweigerlich nach sich ziehen würde. Aber das ist nicht mehr wichtig. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, die Vergangenheit lässt sich nicht zurückholen. Und das heutige Russland braucht das nicht, wir streben nicht danach. Aber es gibt nichts Stärkeres als die Entschlossenheit von Millionen von Menschen, die sich aufgrund ihrer Kultur, ihres Glaubens, ihrer Traditionen und ihrer Sprache als Teil Russlands betrachten und deren Vorfahren jahrhundertelang in einem einigen Staat gelebt haben. Es gibt nichts Stärkeres als die Entschlossenheit dieser Menschen, in ihre wahre, historische Heimat zurückzukehren.

Acht Jahre lang waren die Menschen im Donbass einem Völkermord, Beschuss und einer Blockade ausgesetzt, während in Cherson und Saporoschje auf kriminelle Weise versucht wurde, Hass auf Russland und auf alles Russische zu schüren. Jetzt, während der Referenden, hat das Kiewer Regime Lehrern und Frauen, die in Wahlkommissionen arbeiteten, mit Repressalien gedroht und Millionen von Menschen, die gekommen waren, um ihren Willen zu äußern, eingeschüchtert. Aber die ungebrochene Bevölkerung des Donbass, von Saporoschje und Cherson hat gesprochen.

Ich möchte, dass die Kiewer Regierung und ihre wahren Herren im Westen mich hören, und ich möchte, dass sich alle daran erinnern: Die Menschen, die in Lugansk und Donezk, Cherson und Saporoschje leben, werden für immer unsere Bürger.

(Beifall.)

Wir fordern das Regime in Kiew auf, das Feuer und alle Feindseligkeiten sofort einzustellen, den Krieg, den es 2014 entfesselt hat, zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir sind bereit dazu, das wurde schon oft gesagt. Aber über die Entscheidung der Menschen in Donezk, Lugansk, Saporoschje und Cherson wird nicht diskutiert, sie wurde getroffen und Russland wird sie nicht verraten.

(Beifall.)

Und die heutige Regierung in Kiew muss diese freie Willensbekundung des Volkes mit Respekt behandeln, anders geht es nicht. Nur das kann der Weg zum Frieden sein.

Wir werden unser Land mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln verteidigen und alles tun, um ein sicheres Leben für unser Volk zu gewährleisten. Das ist die große befreiende Mission unseres Volkes.

Wir werden die zerstörten Städte und Gemeinden, Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser, Theater und Museen, Industrieunternehmen, Fabriken, Infrastruktur, Sozial-, Renten-, Gesundheits- und Bildungssysteme auf jeden Fall wieder aufbauen und weiterentwickeln.

Natürlich werden wir daran arbeiten, die Sicherheit zu verbessern. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass die Bürger in den neuen Regionen die Unterstützung des gesamten russischen Volkes, des ganzen Landes, aller Republiken, aller Bezirke und Regionen unseres großen Mutterlandes spüren.

(Beifall.)

Sehr geehrte Freunde und Kollegen!

Heute möchte ich mich an die Soldaten und Offiziere wenden, die an der Militäroperation teilnehmen, an die Soldaten des Donbass und von Noworossiya, an die, die nach dem Erlass über die Teilmobilisierung in die Streitkräfte eintreten und damit ihre patriotische Pflicht erfüllen, an die, die selbst zu den Wehrämtern kommen, weil es ihnen ein Herzensanliegen ist. Ich möchte auch zu ihren Eltern, Ehefrauen und Kindern sprechen und ihnen sagen, wofür unser Volk kämpft, mit welchem Feind wir es zu tun haben, der die Welt in neue Kriege und Krisen stürzt und seinen eigenen blutigen Nutzen aus dieser Tragödie zieht.

Unsere Landsleute, unsere Brüder und Schwestern in der Ukraine – einem Teil unserer einigen Nation – haben mit eigenen Augen gesehen, was die herrschenden Kreise des so genannten Westens für die gesamte Menschheit vorbereiten. Hier haben sie einfach ihre Masken fallen lassen und ihr wahres Gesicht gezeigt.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat der Westen beschlossen, dass die Welt, wir alle, uns für immer mit seinem Diktat abfinden müssen. Damals, 1991, dachte der Westen, dass sich Russland von diesen Turbulenzen nie mehr erholen und von selbst zerfallen würde. Fast hätte das geklappt – wir erinnern uns an die 90er Jahre, die schrecklichen, hungrigen, kalten und hoffnungslosen 90er Jahre. Aber Russland hat durchgehalten, wurde wiederbelebt, gestärkt und hat wieder seinen rechtmäßigen Platz in der Welt eingenommen.

Dabei hat der Westen nach neuen Chancen gesucht, und sucht sie immer noch, um uns zu treffen, Russland zu schwächen und zu zersetzen, wovon er schon immer geträumt hat: Unseren Staat zu zersplittern, unser Volk gegeneinander auszuspielen, es zu Armut und Aussterben zu verurteilen. Es lässt ihnen einfach keine Ruhe, dass es ein so großes, riesiges Land auf der Welt gibt, mit seinem Territorium, seinen Bodenschätzen, seinen Ressourcen, mit einem Volk, das nicht nach fremden Anweisungen leben kann und wird.

Der Westen ist bereit, alles zu tun, um dieses neokoloniale System zu erhalten, das es ihm erlaubt, die Welt auf Kosten der Macht des Dollar und des technologischen Diktats zu parasitieren, sie im Grunde auszurauben, der Menschheit Tribut abzufordern. Das ist die wichtigste Quelle des unverdienten Reichtums – die Zahlungen an den Hegemon. Der Erhalt dieser Zahlungen ist ihr wichtigstes, wahres und absolut eigennütziges Motiv. Deshalb liegt es in ihrem Interesse, anderen die Souveränität zu nehmen. Daher kommen ihre Aggressionen gegen unabhängige Staaten, gegen traditionelle Werte und Kulturen, und ihre Versuche, Integrationsprozesse und Prozesse, die sich ihrer Kontrolle entziehen und neue Weltwährungen und Zentren der technologischen Entwicklung zu untergraben. Für sie ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Länder ihre Souveränität zu Gunsten der USA aufgeben.

Die herrschenden Eliten der einen Staaten sind freiwillig dazu bereit, werden freiwillig zu Vasallen; andere werden bestochen oder eingeschüchtert. Und wenn das nicht funktioniert, werden ganze Staaten zerstört und es werden humanitäre Katastrophen, Verheerungen, Ruinen, Millionen zerstörter und verstümmelter Menschenleben, terroristische Enklaven, soziale Katastrophengebiete, Protektorate, Kolonien und Halbkolonien hinterlassen. Denen ist das alles egal, solange sie ihren Vorteil erhalten.

Ich möchte noch einmal betonen: Der wahre Grund für den hybriden Krieg, den der „kollektive Westen“ gegen Russland führt, ist Gier und die Absicht, die eigene uneingeschränkte Macht zu erhalten. Sie wollen nicht, dass wir frei sind, sie wollen uns als Kolonie sehen. Sie wollen keine gleichberechtigte Zusammenarbeit, sondern Ausbeutung. Sie wollen uns nicht als freie Gesellschaft sehen, sondern als einen Haufen seelenloser Sklaven.

Für sie sind unsere Gedanken und unserer Philosophie eine direkte Bedrohung, weshalb sie unsere Philosophen angreifen. Unsere Kultur und Kunst sind für sie eine Bedrohung, also versuchen sie, sie zu verbieten. Unsere Entwicklung und unser Wohlstand sind auch eine Bedrohung für sie – die Konkurrenz wächst. Sie brauchen Russland überhaupt nicht, wir brauchen es.

(Beifall.)

Ich möchte Sie daran erinnern, dass Ansprüche auf Weltherrschaft in der Vergangenheit immer wieder durch den Mut und die Standhaftigkeit unseres Volkes zerschlagen wurden. Russland wird immer Russland sein. Wir werden weiterhin unsere Werte und unser Vaterland verteidigen.

Der Westen rechnet mit Straffreiheit, damit, dass er damit ungestraft durchkommt. In der Tat ist er damit bisher durchgekommen. Strategische Sicherheitsvereinbarungen fliegen in den Papierkorb; auf höchster politischer Ebene getroffene Vereinbarungen werden zu Scheinvereinbarungen erklärt; feste Zusagen, die NATO nicht nach Osten zu erweitern, nachdem unsere früheren Staats- und Regierungschefs sich darauf eingelassen hatten, haben sich als schmutzige Täuschung erwiesen; Verträge über Raketenabwehr und Mittelstreckenraketen wurden unter weit hergeholten Vorwänden einseitig aufgekündigt.

Von allen Seiten hören wir nur, dass der Westen eine regelbasierte Ordnung verteidigt. Woher kommen diese Regeln? Hat überhaupt jemand diese Regeln je gesehen? Wer hat sie ausgehandelt? Hören Sie, das ist einfach Unsinn, totaler Betrug, Doppel- oder Dreifachstandards! Das ist einfach für Dummköpfe.

Russland ist eine tausendjährige Großmacht, ein Land der Zivilisation, und es wird nicht nach diesen manipulierten, falschen Regeln leben.

(Beifall.)

Es war doch der so genannte Westen, der den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen mit Füßen getreten hat, und nun entscheidet er nach eigenem Gutdünken, wer das Recht auf Selbstbestimmung hat und wer nicht, wer dessen unwürdig ist. Warum sie so entscheiden, wer ihnen dieses Recht gegeben hat, ist unklar, sogar ihnen selbst.

Deshalb sind sie stinksauer über die Entscheidung der Menschen auf der Krim, in Sewastopol, Donezk, Lugansk, Saporoschje und Cherson. Dieser Westen hat kein moralisches Recht, über sie zu urteilen oder gar von Freiheit und Demokratie zu sprechen. Das haben sie nicht und hatten sie nie!

Die westlichen Eliten lehnen nicht nur die nationale Souveränität und das Völkerrecht ab. Ihre Hegemonie hat den klaren Charakter von Totalitarismus, Despotie und Apartheid. Sie teilen die Welt dreist in ihre Vasallen, in so genannte zivilisierte Länder, und in alle anderen, die nach den Vorstellungen der heutigen westlichen Rassisten auf die Liste der Barbaren und Wilden gesetzt werden sollen. Verlogene Etiketten – „Schurkenstaat“, „autoritäres Regime“ – stehen bereit und brandmarken ganze Nationen und Staaten, und das ist nicht neu. Nichts daran ist neu: Die westlichen Eliten sind geblieben, was sie waren – Kolonialisten. Sie diskriminieren, sie teilen die Völker in erste Klasse und restliche Klassen ein.

Wir haben diesen politischen Nationalismus und Rassismus nie akzeptiert und werden ihn auch nie akzeptieren. Und was, wenn nicht Rassismus, ist die Russophobie, die sich jetzt in der ganzen Welt verbreitet? Was, wenn nicht im Rassismus, ist die unumstößliche Überzeugung des Westens, dass seine Zivilisation, seine neoliberale Kultur, das unumstößliche Modell für die ganze Welt ist? „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.“ Das alles klingt sogar seltsam.

Sogar die Reue für ihre eigenen historischen Verbrechen schieben die westlichen Eliten auf alle anderen ab und verlangen von den Bürgern ihrer Länder und anderer Nationen Reue für etwas, womit sie überhaupt nichts zu tun haben – zum Beispiel für die Zeit der kolonialen Eroberungen.

Es lohnt sich, den Westen daran zu erinnern, dass seine Kolonialpolitik bereits im Mittelalter begann, gefolgt vom weltweiten Sklavenhandel, dem Völkermord an den Indianerstämmen in Amerika, der Ausplünderung Indiens, Afrikas, den Kriegen Englands und Frankreichs gegen China, die es zwangen, seine Häfen für den Opiumhandel zu öffnen. Sie haben ganze Völker drogensüchtig gemacht, haben absichtlich ganze ethnische Gruppen ausgerottet, um Land und Bodenschätze zu gewinnen, und haben Menschen wie wilde Tiere gejagt. Das ist gegen die menschliche Natur selbst, gegen Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit.

Und wir sind stolz darauf, dass es unser Land war, das im 20. Jahrhundert die antikoloniale Bewegung angeführt hat, die vielen Völkern der Welt die Möglichkeit gab, sich zu entwickeln, Armut und Ungleichheit zu verringern, Hunger und Krankheit zu besiegen.

Ich möchte betonen, dass einer der Gründe für die jahrhundertelange Russophobie und die unverhohlene Wut dieser westlichen Eliten auf Russland gerade darin liegt, dass wir uns während der kolonialen Eroberungen nicht ausrauben ließen und die Europäer gezwungen haben, Handel zum gegenseitigen Nutzen zu treiben. Das konnte erreicht werden, indem in Russland ein starker zentralisierter Staat geschaffen wurde, der sich, gestärkt durch die großen moralischen Werte der Orthodoxie, des Islams, des Judentums und des Buddhismus, sowie durch die russische Kultur und das russische Wort, die allen offenstehen, entwickelte.

Es ist bekannt, dass immer wieder Pläne für Interventionen in Russland geschmiedet wurden; man versuchte, sowohl die Zeit der Wirren zu Beginn des 17. Jahrhunderts als auch die Zeit des Umbruchs nach 1917 zu nutzen – was nicht gelang. Schließlich gelang es dem Westen, sich Ende des 20. Jahrhunderts, als der Staat zerstört war, den Reichtum Russlands anzueignen. Damals wurden wir als Freunde und Partner bezeichnet, aber in Wirklichkeit wurden wir wie eine Kolonie behandelt – Billionen von Dollar wurden im Rahmen einer Vielzahl von Programmen aus dem Land geschleust. Wir alle erinnern uns an alles, wir haben nichts vergessen.

Und in diesen Tagen haben sich die Menschen in Donezk und Lugansk, in Cherson und Saporoschje für die Wiederherstellung unserer historischen Einheit ausgesprochen. Danke!

(Beifall.)

Die westlichen Länder behaupten seit Jahrhunderten, dass sie anderen Nationen Freiheit und Demokratie bringen. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Statt Demokratie ist es Unterdrückung und Ausbeutung; statt Freiheit ist es Versklavung und Gewalt. Die gesamte unipolare Weltordnung ist von Natur aus antidemokratisch und unfrei, sie ist eine Lüge und durch und durch Heuchelei.

Die USA sind das einzige Land der Welt, das zweimal Atomwaffen eingesetzt hat, um die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zu zerstören. Übrigens haben sie den Präzedenzfall geschaffen.

Ich möchte daran erinnern, dass die USA während des Zweiten Weltkriegs zusammen mit den Engländern Dresden, Hamburg, Köln und viele andere deutsche Städte in Schutt und Asche gelegt haben, ohne dass dafür eine militärische Notwendigkeit bestand. Und das wurde demonstrativ getan, ohne, ich wiederhole, ohne militärische Notwendigkeit. Das hatte nur ein Ziel: unser Land und die ganze Welt, wie mit den Atombombenabwürfen in Japan, einzuschüchtern.

Die USA haben mit ihren barbarischen „Bombenteppichen“, Napalm und chemischen Waffen schreckliche Spuren im Gedächtnis der Völker Koreas und Vietnams hinterlassen.

Faktisch halten die USA Deutschland, Japan, die Republik Korea und andere Länder immer noch besetzt und bezeichnen sie gleichzeitig zynisch als gleichwertige Verbündete. Hören Sie, was ist das eigentlich für ein Bündnis? Die ganze Welt weiß, dass die Führer dieser Länder überwacht und ausspioniert und nicht nur in ihren Büros, sondern auch in ihren Wohnungen abgehört werden. Das ist eine wirkliche Schande. Eine Schande auch für die, die das tun, und für die, die diese Unverschämtheit wie Sklaven stillschweigend und klaglos schlucken.

Sie bezeichnen Befehle und grobe, beleidigenden Rufe an ihre Vasallen als euro-atlantische Solidarität, die Entwicklung biologischer Waffen und Experimente an lebenden Menschen, auch in der Ukraine, als edle medizinische Forschung.

Es sind ihre zerstörerische Politik, ihre Kriege und ihre Raubzüge, die den heutigen enormen Anstieg der Migrationsströme ausgelöst haben. Millionen von Menschen erleiden Entbehrungen und Misshandlungen und sterben zu Tausenden bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen.

Jetzt wird das Getreide aus der Ukraine abtransportiert. Wohin geht es unter dem Vorwand, „die Ernährungssicherheit der ärmsten Länder der Welt zu gewährleisten“? Wohin geht es? Es geht alles in die europäischen Länder. Nur fünf Prozent gehen in die ärmsten Länder der Welt. Wieder einmal ein Schwindel und direkter Betrug.

Die amerikanische Elite nutzt die Tragödie dieser Menschen, um ihre Konkurrenten zu schwächen und die Nationalstaaten zu zerstören. Das betrifft auch Europa, das betrifft die Identität Frankreichs, Italiens, Spaniens und anderer Länder mit jahrhundertelanger Geschichte.

Washington fordert immer mehr Sanktionen gegen Russland und die meisten europäischen Politiker stimmen gehorsamst zu. Sie wissen ganz genau, dass die USA, indem sie darauf drängen, dass die EU die russischen Energieträger und andere Bodenschätze vollständig aufgibt, Europa praktisch deindustrialisieren und den europäischen Markt damit vollständig übernehmen – sie verstehen das alles, diese europäischen Eliten, sie verstehen alles, aber sie ziehen es vor, fremden Interessen zu dienen. Das ist kein Lakaientum mehr, sondern direkter Verrat an ihren Völkern. Aber Gott mit ihnen, das ist ihre Sache.

Aber Sanktionen sind den Angelsachsen nicht genug, sie sind zu Sabotage übergegangen – das ist unglaublich, aber eine Tatsache – indem sie Explosionen an der internationalen Gaspipeline Nord Stream, die auf dem Grund der Ostsee verläuft, organisiert haben, haben sie tatsächlich begonnen, die europaweite Energieinfrastruktur zu zerstören. Es ist für jeden offensichtlich, wer davon profitiert. Wer davon profitiert, hat das natürlich getan.

Das Diktat der USA beruht auf roher Gewalt, auf dem Faustrecht. Manchmal ist das hübsch verpackt, manchmal auch komplett unverpackt, aber der Kern ist dieselbe – das Faustrecht. Daher die Errichtung und Unterhaltung von Hunderten von Militärstützpunkten in allen Teilen der Welt, die Ausweitung der NATO und die Versuche, neue Militärbündnisse wie AUKUS und ähnliche zu bilden. Es wird auch aktiv an einer militärpolitischen Verflechtung zwischen Washington, Seoul und Tokio gearbeitet. Alle Staaten, die eine echte strategische Souveränität besitzen oder anstreben und in der Lage sind, die westliche Hegemonie herauszufordern, werden automatisch als Feinde eingestuft.

Auf genau diesen Grundsätzen beruhen die Militärdoktrinen der USA und der NATO, die nicht mehr und nicht weniger als totale Dominanz fordern. Die westlichen Eliten präsentieren ihre neokolonialen Pläne, auch wenn sie vorgeben, friedlich zu sein, genauso heuchlerisch, indem sie von einer Art Eindämmung sprechen. Und wenn dieses verlogene Wort von einer Strategie zur anderen wandert, bedeutet es aber in Wirklichkeit nur eines – die Untergrabung jeglicher souveräner Entwicklungszentren.

Wir haben bereits von der Eindämmung Russlands, Chinas und des Iran gehört. Ich glaube, dass andere Länder in Asien, Lateinamerika, Afrika und im Nahen Osten sowie die derzeitigen Partner und Verbündeten der Vereinigten Staaten als nächstes an der Reihe sind. Wir wissen doch, dass sie, wenn ihnen etwas nicht gefällt, auch Sanktionen gegen ihre Verbündeten verhängen – gegen eine Bank, gegen eine andere Bank, gegen ein Unternehmen, gegen ein anderes Unternehmen. Das ist eine Praxis, die ausgeweitet wird. Sie haben es auf alle abgesehen, auch auf unsere engsten Nachbarn – die GUS-Staaten.

Damit gibt sich der Westen eindeutig und seit langem einem Wunschdenken hin. Mit einem Sanktions-Blitzkrieg gegen Russland glaubten sie, wieder einmal die ganze Welt unter ihre Kontrolle bringen zu können. Wie sich herausgestellt hat, begeistert diese schöne Perspektive jedoch nicht jeden – außer absoluten politischen Masochisten und Anhängern anderer nicht-traditioneller Formen der internationalen Beziehungen. Die meisten Staaten weigern sich, den „Königsweg“ zu beschreiten und wählen stattdessen den vernünftigen Weg der Zusammenarbeit mit Russland.

Diesen Ungehorsam hat der Westen eindeutig nicht erwartet. Sie waren einfach daran gewöhnt, nach einem bestimmten Muster zu handeln, sich alles mit dreister Gewalt, Erpressung, Bestechung und Einschüchterung anzueignen, und sind davon überzeugt, dass diese Methoden für immer funktionieren werden, als ob sie in der Vergangenheit erstarrt wären.

So eine Selbstsicherheit ist nicht nur eine direkte Folge des berüchtigten Konzepts des eigenen Exzeptionalismus – obwohl der natürlich Erstaunen hervorruft -, sondern auch des echten „Informationshungers“ im Westen. Die Wahrheit ist mit einer unerträglich aggressiven Propaganda, die lügt wie Goebbels, in einem Ozean von Mythen, Illusionen und Fälschungen ertränkt worden. Je unglaubwürdiger die Lüge ist, desto schneller wird sie geglaubt – nach diesem Prinzip arbeiten sie.

Aber die Menschen können nicht mit gedruckten Dollars und Euros ernährt werden. Mit diesen Papierfetzen kann man sie nicht ernähren, und die virtuelle, aufgeblähte Kapitalisierung der westlichen sozialen Netzwerke kann ihre Häuser nicht heizen. All das ist wichtig, darüber spreche ich. Aber nicht weniger wichtig ist, was ich gerade gesagt habe: Mit Papierfetzen kann man niemanden ernähren – man braucht Lebensmittel, und mit diesen aufgeblähten Kapitalisierungen kann niemand heizen – man braucht Energieträger.

Deshalb müssen die Politiker in Europa ihre Mitbürger davon überzeugen, weniger zu essen, sich seltener zu waschen und sich zu Hause wärmer anzuziehen. Und diejenigen, die anfangen, berechtigte Fragen zu stellen: „Warum ist das eigentlich so?“ werden sofort zu Feinden, Extremisten und Radikalen erklärt. Sie drehen den Spieß nach dem Motto „Russland ist die Quelle all eurer Probleme“ um. Wieder lügen sie.

Ich möchte besonders betonen: Es gibt allen Grund zu der Annahme, dass die westlichen Eliten keinen konstruktiven Ausweg aus der globalen Lebensmittel- und Energiekrise finden werden, die durch ihre Schuld, ihre eigene Schuld, als Ergebnis ihrer langjährigen Politik lange vor unserer Militäroperation in der Ukraine, im Donbass, entstanden ist. Sie haben nicht die Absicht, die Probleme der Ungerechtigkeit und der Ungleichheit zu lösen. Es besteht die Befürchtung, dass sie bereit sind, andere Rezepte, an die sie gewöhnt sind, zu verwenden.

Auch hier muss man daran erinnern, dass der Westen durch den Ersten Weltkrieg aus den Widersprüchen des frühen 20. Jahrhunderts hervorgegangen ist. Die Früchte des Zweiten Weltkriegs ermöglichten es den USA, die Folgen der Weltwirtschaftskrise zu überwinden und zur größten Volkswirtschaft der Welt aufzusteigen, indem sie dem Planeten die Macht des Dollars als globale Reservewährung aufgezwungen haben. Der Westen hat die Krise der 1980er Jahre – in den 1980er Jahren hat sie sich verschärft – weitgehend dadurch überwunden, dass er sich das Erbe und die Bodenschätze der zusammengebrochenen Sowjetunion angeeignet hat. Das ist eine Tatsache.

Um aus dem Gewirr der Widersprüche herauszukommen, müssen sie Russland und andere Staaten, die den souveränen Weg der Entwicklung wählen, nun mit allen Mitteln brechen, um noch mehr fremde Reichtümer zu plündern und dadurch ihre Löcher stopfen. Wenn das nicht geschieht, schließe ich nicht aus, dass sie versuchen werden, das System zum Zusammenbruch zu bringen. Dem kann man dann alles anlasten, oder, Gott bewahre, sie beschließen, die bekannte Formel „Krieg löst alle Probleme“ zu verwenden.

Russland ist sich seiner Verantwortung vor der internationalen Gemeinschaft bewusst und wird alles tun, um diese Hitzköpfe zur Vernunft zu bringen.

Es ist klar, dass das derzeitige neokoloniale Modell auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt ist. Aber auch hier gilt, dass seine wahren Herrscher bis zum Ende daran festhalten werden. Sie haben der Welt einfach nichts anderes zu bieten als dieses System aus Raub und Schutzgelderpressung.

Im Grunde spucken sie auf das natürliche Recht von Milliarden von Menschen, des größten Teils der Menschheit, auf Freiheit und Gerechtigkeit, darauf, dass die selbst über ihre eigene Zukunft bestimmen können. Jetzt sind sie zu einer radikalen Verleugnung von Moral, Religion und Familie übergegangen.

Lassen Sie uns selbst einige ganz einfache Fragen beantworten. Ich möchte nun auf das zurückkommen, was ich gesagt habe, und mich an alle russischen Bürger wenden, nicht nur an die Kollegen im Saal, sondern an alle russischen Bürger: Wollen wir bei uns, in unserem Land, in Russland, „Elternteil Nummer eins“, „Nummer zwei“, „Nummer drei“ – die sind da doch alle vollkommen bekloppt! – anstelle von Mama und Papa haben? Wollen wir, dass unsere Schulen den Kindern bereits in der Grundschule beibringen, Perversionen zu entwickeln, die zu Degradierung und Ausrottung führen? Wollen wir, dass ihnen beigebracht wird, dass es neben Frauen und Männern angeblich noch andere Geschlechter gibt, und dass ihnen eine Operation zur Geschlechtsumwandlung angeboten wird? Ist es das, was wir für unser Land und unsere Kinder wollen? All das ist für uns inakzeptabel, wir haben eine andere, unsere eigene Zukunft.

Ich wiederhole: Die Diktatur der westlichen Eliten richtet sich gegen alle Gesellschaften, auch gegen die Völker der westlichen Länder. Das ist eine Herausforderung für alle. Diese totale Verleugnung des Menschen, die Untergrabung des Glaubens und der traditionellen Werte, die Unterdrückung der Freiheit nimmt die Züge einer „umgekehrten Religion“ an – eines regelrechten Satanismus. In der Bergpredigt sagt Jesus Christus, als er die falschen Propheten anprangert: „An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.“ Und diese giftigen Früchte sind für die Menschen bereits offensichtlich, nicht nur in unserem Land, sondern in allen Ländern, auch für viele Menschen im Westen.

Die Welt ist in eine Periode revolutionärer Umwälzungen eingetreten, sie sind von grundlegender Bedeutung. Es bilden sich neue Entwicklungszentren, sie repräsentieren die Mehrheit – die Mehrheit! – der Weltgemeinschaft sie sind nicht nur bereit ihre Interessen zu verkünden, sondern auch, sie zu verteidigen. In der Multipolarität sehen sie die Möglichkeit, ihre Souveränität zu stärken und damit wahre Freiheit, eine historische Perspektive, ihr Recht auf eine unabhängige, schöpferische, eigene Entwicklung, auf einen harmonischen Prozess zu erlangen.

In der ganzen Welt, auch in Europa und den USA, haben wir, wie gesagt, viele Gleichgesinnte, und wir spüren und sehen ihre Unterstützung. In verschiedenen Ländern und Gesellschaften entwickelt sich eine antikoloniale Befreiungsbewegung gegen die unipolare Hegemonie. Sie wird nur noch wachsen. Es ist diese Kraft, die die künftige geopolitische Realität bestimmen wird.

Verehrte Freunde!

Heute kämpfen wir für einen gerechten und freien Weg, in erster Linie für uns selbst, für Russland, dafür, dass Diktat und Despotismus für immer der Vergangenheit angehören. Ich bin davon überzeugt, dass die Länder und Völker verstehen, dass eine Politik, die auf dem Exzeptionalismus von irgendjemandem, auf der Unterdrückung anderer Kulturen und Völker aufbaut, von Natur aus kriminell ist, dass wir diese schändliche Seite des Geschichtsbuches umblättern müssen. Der bereits begonnene Zusammenbruch der westlichen Hegemonie ist unumkehrbar. Und ich wiederhole: So wie früher wird es nicht mehr sein.

Das Schlachtfeld, auf das uns das Schicksal und die Geschichte gerufen haben, ist das Schlachtfeld für unser Volk, für das große historische Russland.

(Beifall.)

Für das große historische Russland, für künftige Generationen, für unsere Kinder, Enkel und Urenkel. Wir müssen sie vor Versklavung schützen, vor den monströsen Experimenten, die ihren Verstand und ihre Seele verkrüppeln wollen.

Heute kämpfen wir dafür, dass es niemandem in den Sinn kommt, dass man Russland, unser Volk, unsere Sprache, unsere Kultur aus der Geschichte streichen könnte. Heute brauchen wir eine Konsolidierung der gesamten Gesellschaft und die Konsolidierung kann nur auf der Grundlage von Souveränität, Freiheit, Aufbau und Gerechtigkeit erfolgen. Unsere Werte sind Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Mitgefühl.

Und ich möchte mit den Worten des wahren Patrioten Iwan Iljin schließen: „Wenn ich Russland als mein Vaterland betrachte, bedeutet das, dass ich auf Russisch liebe, fühle und denke, singe und spreche; dass ich an die geistige Kraft des russischen Volkes glaube. Sein Geist ist mein Geist; sein Schicksal ist mein Schicksal; sein Leid ist mein Schmerz; sein Gedeihen ist meine Freude.“

Hinter diesen Worten verbirgt sich die große geistige Entscheidung, die während der mehr als tausendjährigen Geschichte des russischen Staates von vielen Generationen unserer Vorfahren getroffen wurde. Heute haben wir, die Bürger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die Bewohner der Regionen Saporoschje und Cherson, diese Entscheidung getroffen. Sie haben sich entschieden, bei ihrem Volk zu sein, bei ihrem Vaterland zu sein, sein Schicksal zu leben und gemeinsam mit ihm zu siegen.

Die Wahrheit steht hinter uns, Russland steht hinter uns!

Ende der Übersetzung


In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.

.

Hier geht es zum neuen Buch

 

 

Quelle: Weltwoche

Die Weltwoche steht für eine möglichst transparente und breite Meinungsbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Standpunkte. Die Welt steht einem Atomkrieg so nahe wie nie zuvor. Die Zeichen deuten auf Eskalation, nicht auf Verständigung. Die Kunst des Zuhörens tritt in den Hintergrund, vor allem im Westen. Deshalb dokumentieren wir im Folgenden diese wichtige Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom 30. September aus Anlass der Referenden im Donbass. Wie sieht der Kreml die Welt und den Krieg? Interessanterweise sind unsere Medien, auch in der Schweiz, nicht bereit, sich mit Putins Argumenten auseinanderzusetzen. Eine Zeitung schrieb, man wolle erst gar nicht darauf eingehen. Wir sind da anderer Ansicht. Man muss sich auch mit der anderen Seite befassen, ihr wenigstens zuhören, andernfalls kann keine ausgewogene und fundierte Meinung entstehen. Mit dieser Absicht geben wir hier Putins Rede im Wortlaut wieder, ohne jedes Werturteil zum Inhalt, ein zeitgeschichtliches Dokument. Die Übertragung aus dem Russischen besorgte Wolfgang Koydl. Die Redaktion.


B
ürgerinnen und Bürger Russlands, Bürgerinnen und Bürger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Bewohner der Regionen Saporischschja und Cherson, Abgeordnete der Staatsduma, Senatoren der Russischen Föderation. Wie Sie wissen, haben in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in den Regionen Saporischschja und Cherson Volksabstimmungen stattgefunden. Die Stimmzettel sind ausgezählt und die Ergebnisse bekannt gegeben worden. Das Volk hat eine eindeutige Entscheidung getroffen.

Heute werden wir Verträge über den Beitritt der Volksrepublik Donezk, der Volksrepublik Lugansk, der Region Saporischschja und der Region Cherson zur Russischen Föderation unterzeichnen. Ich zweifle nicht daran, dass die Bundesversammlung die Verfassungsgesetze über den Beitritt zu Russland und die Gründung von vier neuen Regionen, unseren neuen konstitutiven Bestandteilen der Russischen Föderation, unterstützen wird, denn dies ist der Wille von Millionen von Menschen. (Beifall.)

Es ist zweifellos ihr Recht, ein angeborenes Recht, das in Artikel 1 der Uno-Charta besiegelt ist, in dem der Grundsatz der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung der Völker direkt festgeschrieben ist.

Ich wiederhole, es ist ein angeborenes Recht der Völker. Es beruht auf unserer historischen Verbundenheit, und es ist dieses Recht, das Generationen unserer Vorgänger, die Russland seit Jahrhunderten aufgebaut und verteidigt haben, seit der Zeit der Alten Rus, zum Sieg geführt hat.

Hier in Noworossija schlugen [Pjotr] Rumjanzew, [Alexander] Suworow und [Fjodor] Uschakow ihre Schlachten, und Katharina die Grosse und [Grigori] Potemkin gründeten neue Städte. Unsere Grossväter und Urgrossväter haben hier während des Grossen Vaterländischen Krieges bis zum bitteren Ende gekämpft.

Wir werden uns immer an die Helden des Russischen Frühlings erinnern, an diejenigen, die sich weigerten, den neonazistischen Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 zu akzeptieren, an all diejenigen, die für das Recht, ihre Muttersprache zu sprechen, ihre Kultur, ihre Traditionen und ihre Religion zu bewahren, und für das Recht, zu leben, gestorben sind. Wir gedenken der Soldaten des Donbass, der Märtyrer des «Chatyn von Odessa», der Opfer der unmenschlichen Terroranschläge des Kiewer Regimes. Wir gedenken der Freiwilligen und Milizionäre, der Zivilisten, der Kinder, der Frauen, der Senioren, der Russen, der Ukrainer, der Menschen verschiedener Nationalitäten; des Volksführers von Donezk, Alexander Sachartschenko; der Militärkommandeure Arsen Pawlow und Wladimir Schoga, Olga Kachura und Alexei Mosgowoi; des Staatsanwalts der Lugansker Republik, Sergei Gorenko; des Fallschirmjägers Nurmagomed Gadschimagomedow und aller unserer Soldaten und Offiziere, die während der militärischen Sonderoperation den Heldentod starben. Sie sind Helden. (Beifall.) Helden des grossen Russlands. Bitte legen Sie mit mir eine Schweigeminute ein, um ihr Andenken zu ehren.

(Schweigeminute.)

Ich danke Ihnen.

Hinter der Entscheidung von Millionen von Einwohnern der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, der Regionen Saporischschja und Cherson stehen unser gemeinsames Schicksal und unsere tausendjährige Geschichte. Die Menschen haben diese geistige Verbindung an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben. Trotz aller Widrigkeiten, die sie ertragen mussten, haben sie die Liebe zu Russland durch all die Jahre erhalten. Das ist etwas, das niemand zerstören kann. Deshalb haben sowohl die älteren Generationen als auch die jungen Menschen – diejenigen, die nach dem tragischen Zusammenbruch der Sowjetunion geboren wurden – für unsere Einheit, für unsere gemeinsame Zukunft gestimmt.

Als 1991 in Beloweschskaja Puschtscha die Vertreter der damaligen Parteielite beschlossen, die Sowjetunion aufzulösen, ohne die Bürger zu fragen, was sie wollen, waren die Menschen plötzlich von ihrer Heimat abgeschnitten. Dies zerriss und zerstückelte unsere nationale Gemeinschaft und löste eine nationale Katastrophe aus. So, wie die Regierung nach der Revolution von 1917 hinter den Kulissen still und leise die Grenzen der Sowjetrepubliken zog, so zerstörten die letzten Führer der Sowjetunion entgegen dem direkten Ausdruck des Willens der Mehrheit des Volkes im Referendum von 1991 unser grosses Land und stellten die Menschen in den ehemaligen Republiken einfach vor vollendete Tatsachen.

Ich kann zugeben, dass sie nicht einmal wussten, was sie taten und welche Folgen ihr Handeln am Ende haben würde. Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. Es gibt keine Sowjetunion mehr; wir können nicht in die Vergangenheit zurückkehren. Tatsächlich braucht Russland sie heute nicht mehr; das ist nicht unser Ziel. Aber es gibt nichts Stärkeres als die Entschlossenheit von Millionen von Menschen, die sich aufgrund ihrer Kultur, Religion, Traditionen und Sprache als Teil Russlands betrachten und deren Vorfahren jahrhundertelang in einem einzigen Land gelebt haben. Es gibt nichts Stärkeres als ihre Entschlossenheit, in ihre wahre historische Heimat zurückzukehren.

Acht Jahre lang waren die Menschen im Donbass Völkermord, Beschuss und Blockaden ausgesetzt; in Cherson und Saporischschja wurde eine verbrecherische Politik betrieben, um den Hass auf Russland, auf alles Russische, zu kultivieren. Auch jetzt, während der Referenden, drohte das Kiewer Regime Lehrern und Frauen, die in den Wahlkommissionen arbeiteten, mit Repressalien und dem Tod. Kiew drohte Millionen von Menschen, die ihren Willen zum Ausdruck bringen wollten, mit Repressionen. Aber die Menschen im Donbass, in Saporischschja und Cherson liessen sich nicht unterkriegen, und sie konnten entscheiden.

Ich möchte, dass die Kiewer Behörden und ihre wahren Strippenzieher im Westen mir jetzt zuhören, und ich möchte, dass sich alle daran erinnern: Die Menschen, die in Lugansk und Donezk, in Cherson und Saporischschja leben, sind unsere Bürger geworden, für immer. (Beifall.)

Wir fordern das Kiewer Regime auf, sofort alle Kampfhandlungen und Feindseligkeiten einzustellen, den Krieg, den es 2014 entfesselte, zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dazu sind wir bereit, wie wir schon mehr als einmal gesagt haben. Aber die Entscheidung der Menschen in Donezk, Lugansk, Saporischschja und Cherson steht nicht zur Debatte. Die Entscheidung ist gefallen, und Russland wird sie nicht betrügen. (Beifall.) Die derzeitigen Behörden in Kiew sollten diese freie Willensäusserung des Volkes respektieren; es gibt keinen anderen Weg. Dies ist der einzige Weg zum Frieden.

Wir werden unser Land mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln verteidigen, und wir werden alles tun, um die Sicherheit unseres Volkes zu gewährleisten. Dies ist die grosse Befreiungsmission unserer Nation.

Wir werden sicher die zerstörten Städte und Gemeinden, die Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser, Theater und Museen wieder aufbauen. Wir werden Industrieunternehmen, Fabriken, die Infrastruktur sowie das Sozial-, Renten-, Gesundheits- und Bildungssystem wiederherstellen und ausbauen.

Wir werden uns definitiv für die Verbesserung der Sicherheit einsetzen. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass die Bürger in den neuen Regionen die Unterstützung des gesamten russischen Volkes, der gesamten Nation, aller Republiken, Territorien und Regionen unseres riesigen Mutterlandes spüren können. (Beifall.)

Liebe Freunde, liebe Kollegen, heute möchte ich mich an unsere Soldaten und Offiziere wenden, die an der besonderen Militäroperation teilnehmen, an die Kämpfer im Donbass und in Noworossija, an diejenigen, die sich in die Rekrutierungsbüros begeben haben, nachdem sie einen Einberufungsbescheid gemäss dem Exekutivbefehl über die Teilmobilisierung erhalten haben, und an diejenigen, die dies freiwillig getan haben, weil sie dem Ruf ihres Herzens gefolgt sind. Ich möchte mich an ihre Eltern, Ehefrauen und Kinder wenden, um ihnen zu sagen, wofür unser Volk kämpft, mit welcher Art von Feind wir es zu tun haben und wer die Welt in neue Kriege und Krisen stürzt und aus dieser Tragödie einen blutbefleckten Nutzen zieht.

Unsere Landsleute, unsere Brüder und Schwestern in der Ukraine, die Teil unseres geeinten Volkes sind, haben mit eigenen Augen gesehen, was die herrschende Klasse des sogenannten Westens für die Menschheit als Ganzes vorbereitet hat. Sie haben ihre Masken fallen lassen und gezeigt, was wirklich in ihnen steckt

Als die Sowjetunion zusammenbrach, beschloss der Westen, dass die Welt und wir und alle sich dauerhaft seinem Diktat unterwerfen sollten. 1991 dachte der Westen, Russland würde sich nach solchen Erschütterungen nie wieder erheben und von selbst in sich zusammenfallen. Das wäre auch fast passiert. Wir erinnern uns an die furchtbaren 1990er Jahre, an Hunger, Kälte und Hoffnungslosigkeit. Aber Russland blieb aufrecht, wurde lebendig, wurde stärker und nahm seinen rechtmässigen Platz in der Welt ein.

In der Zwischenzeit suchte und sucht der Westen nach einer weiteren Gelegenheit, uns einen Schlag zu versetzen, Russland zu schwächen und zu zerschlagen, wovon er immer geträumt hat, unseren Staat aufzuteilen und unsere Völker gegeneinander aufzuhetzen und sie zu Armut und Ausrottung zu verurteilen. Sie werden so lange keine Ruhe geben, wie sie wissen, dass es ein so grosses Land mit einem so riesigen Territorium in der Welt gibt, mit natürlichen Reichtümern, Ressourcen und Menschen, die sich nicht nach den Wünschen anderer richten können und wollen.

Der Westen ist bereit, jede Grenze zu überschreiten, um das neokoloniale System aufrechtzuerhalten, das es ihm erlaubt, von der Welt zu leben, sie dank der Vorherrschaft des Dollars und seiner Technologie auszuplündern, einen regelrechten Tribut von der Menschheit zu kassieren, ihre wichtigste Quelle unverdienten Wohlstands, die an den Hegemon gezahlte Miete, abzuschöpfen. Die Aufrechterhaltung dieser Miete ist ihr wichtigstes, wirkliches und absolut eigennütziges Motiv. Dies erklärt ihre Aggression gegenüber unabhängigen Staaten, traditionellen Werten und authentischen Kulturen, ihre Versuche, internationale und Integrationsprozesse, neue globale Währungen und technologische Entwicklungszentren, die sie nicht kontrollieren können, zu untergraben. Für sie ist es von entscheidender Bedeutung, alle Länder zu zwingen, ihre Souveränität an die Vereinigten Staaten abzutreten.

In einigen Ländern erklären sich die herrschenden Eliten freiwillig dazu bereit, werden freiwillig zu Vasallen; andere werden bestochen oder eingeschüchtert. Und wenn das nicht funktioniert, zerstören sie ganze Staaten und hinterlassen humanitäre Katastrophen, Verwüstungen, Ruinen, Millionen von zerstörten und verstümmelten Menschenleben, terroristische Enklaven, soziale Katastrophengebiete, Protektorate, Kolonien und Halbkolonien. Das interessiert sie nicht. Alles, was sie interessiert, ist ihr eigener Vorteil.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ihre Unersättlichkeit und ihre Entschlossenheit, ihre uneingeschränkte Vorherrschaft zu bewahren, die wahren Ursachen für den hybriden Krieg sind, den der kollektive Westen gegen Russland führt. Sie wollen nicht, dass wir frei sind; sie wollen, dass wir eine Kolonie sind. Sie wollen keine gleichberechtigte Zusammenarbeit, sondern sie wollen plündern. Sie wollen uns nicht als freie Gesellschaft sehen, sondern als eine Masse seelenloser Sklaven.

Sie sehen in unserem Denken und unserer Philosophie eine direkte Bedrohung. Deshalb haben sie es auf unsere Philosophen abgesehen, um sie zu ermorden. Unsere Kultur und Kunst stellen für sie eine Gefahr dar, weshalb sie versuchen, sie zu verbieten. Auch unsere Entwicklung und unser Wohlstand sind für sie eine Bedrohung, weil die Konkurrenz wächst. Sie wollen und brauchen Russland nicht, wir aber schon. (Beifall.)

Ich möchte Sie daran erinnern, dass in der Vergangenheit Ambitionen auf die Weltherrschaft immer wieder am Mut und an der Widerstandsfähigkeit unseres Volkes gescheitert sind. Russland wird immer Russland sein. Wir werden weiterhin unsere Werte und unser Vaterland verteidigen.

Der Westen setzt auf Straffreiheit, darauf, dass er mit allem davonkommt. Tatsächlich war dies bis vor kurzem auch der Fall. Strategische Sicherheitsvereinbarungen wurden aufgekündigt; auf höchster politischer Ebene getroffene Vereinbarungen wurden als Lügenmärchen deklariert; feste Versprechen, die Nato nicht nach Osten zu erweitern, sind einer schmutzigen Täuschung gewichen, als unsere früheren Führer darauf hereinfielen; Verträge über Raketenabwehr, Mittelstreckenraketen und Kurzstreckenraketen wurden unter weit hergeholten Vorwänden einseitig aufgekündigt.

Und alles, was wir hören, ist, dass der Westen auf einer auf Regeln basierenden Ordnung beharrt. Woher kommt das eigentlich? Wer hat diese Regeln jemals gesehen? Wer hat sie vereinbart oder gebilligt? Hört zu, das ist einfach nur ein Haufen Unsinn, völliger Betrug, Doppelmoral oder gar Dreifachmoral! Die halten uns wohl für dumm.

Russland ist eine grosse, tausend Jahre alte Macht, eine ganze Zivilisation, und sie wird nicht nach solchen behelfsmässigen, falschen Regeln leben. (Beifall.)

Es war der sogenannte Westen, der den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen mit Füssen getreten hat, und nun entscheidet er nach eigenem Gutdünken, wer das Recht auf Selbstbestimmung hat und wer nicht, wer dessen nicht würdig ist. Es ist unklar, worauf ihre Entscheidungen beruhen oder wer ihnen überhaupt das Recht gegeben hat, zu entscheiden. Sie haben es sich einfach angemasst.

Deshalb macht die Entscheidung der Menschen auf der Krim, in Sewastopol, Donezk, Lugansk, Saporischschja und Cherson sie so wütend. Der Westen hat nicht das moralische Recht, sich einzumischen oder auch nur ein Wort über die Freiheit der Demokratie zu verlieren. Das hat er nicht und hat er nie gehabt.

Die westlichen Eliten leugnen nicht nur die nationale Souveränität und das Völkerrecht. Ihre Hegemonie trägt ausgeprägte Züge von Totalitarismus, Despotismus und Apartheid. Sie teilen die Welt dreist in ihre Vasallen – die sogenannten zivilisierten Länder – und alle anderen ein, die nach den Vorstellungen der heutigen westlichen Rassisten auf die Liste der Barbaren und Wilden gesetzt werden sollten. Falsche Bezeichnungen wie «Schurkenstaat» oder «autoritäres Regime» sind bereits vorhanden und werden verwendet, um ganze Nationen und Staaten zu stigmatisieren. Das ist nichts Neues: Im Grunde sind die westlichen Eliten die alten Kolonisatoren geblieben. Sie diskriminieren und unterteilen die Völker in die Oberschicht und den Rest.

Wir haben einem solchen politischen Nationalismus und Rassismus nie zugestimmt und werden ihm auch nie zustimmen. Worin, wenn nicht im Rassismus, besteht die Russophobie, die sich in der Welt verbreitet? Worin, wenn nicht im Rassismus, besteht die dogmatische Überzeugung des Westens, dass seine Zivilisation und neoliberale Kultur ein unumstössliches Modell ist, dem die ganze Welt folgen sollte? «Entweder bist du für uns oder gegen uns.» Das klingt seltsam.

Die westlichen Eliten schieben sogar die Busse für ihre eigenen historischen Verbrechen auf alle anderen ab und verlangen von deren Bürgern und anderen Völkern ein Geständnis für Dinge, mit denen sie überhaupt nichts zu tun haben, zum Beispiel für die Zeit der kolonialen Eroberungen.

Es lohnt sich, den Westen daran zu erinnern, dass er seine Kolonialpolitik bereits im Mittelalter begann, gefolgt von dem weltweiten Sklavenhandel, dem Völkermord an Indianerstämmen in Amerika, der Ausplünderung Indiens und Afrikas, den Kriegen Englands und Frankreichs gegen China, in deren Folge das Land gezwungen war, seine Häfen für den Opiumhandel zu öffnen. Sie machten ganze Völker drogensüchtig und rotteten gezielt ganze Volksgruppen aus, um sich Land und Ressourcen anzueignen, und jagten Menschen wie Tiere. Das widerspricht der menschlichen Natur, der Wahrheit, der Freiheit und der Gerechtigkeit.

Wir sind stolz darauf, dass unser Land im 20. Jahrhundert die antikoloniale Bewegung angeführt hat, die vielen Völkern in der Welt die Möglichkeit eröffnete, Fortschritte zu machen, Armut und Ungleichheit zu verringern und Hunger und Krankheiten zu besiegen.

Einer der Gründe für die jahrhundertealte Russophobie, die unverhohlene Feindseligkeit der westlichen Eliten gegenüber Russland, ist die Tatsache, dass wir uns während der Zeit der kolonialen Eroberungen nicht ausrauben liessen und die Europäer zwangen, mit uns zu beiderseitig vorteilhaften Bedingungen Handel zu treiben. Dies wurde durch die Schaffung eines starken Zentralstaates in Russland erreicht, der auf der Grundlage der grossen moralischen Werte des orthodoxen Christentums, des Islams, des Judentums und des Buddhismus sowie der russischen Kultur und des russischen Wortes, die allen offenstanden, wuchs und stärker wurde.

Es gab zahlreiche Pläne zur Invasion Russlands. Solche Versuche gab es während der Zeit der Wirren im 17. Jahrhundert und nach der Revolution von 1917. Sie scheiterten alle. Erst im späten 20. Jahrhundert, als der Staat zerstört war, gelang es dem Westen, sich des Reichtums Russlands zu bemächtigen. Sie nannten uns Freunde und Partner, aber sie behandelten uns wie eine Kolonie und pumpten mit verschiedenen Methoden Billionen von Dollar aus dem Land. Wir erinnern uns. Wir haben nichts vergessen.

Vor einigen Tagen haben die Menschen in Donezk und Lugansk, Cherson und Saporischschja ihre Unterstützung für die Wiederherstellung unserer historischen Einheit erklärt. Ich danke Ihnen! (Beifall.)

Die westlichen Länder behaupten seit Jahrhunderten, dass sie anderen Nationen Freiheit und Demokratie bringen. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Anstatt Demokratie zu bringen, haben sie unterdrückt und ausgebeutet, und anstatt Freiheit zu bringen, haben sie versklavt und unterdrückt. Die unipolare Welt ist von Natur aus antidemokratisch und unfrei; sie ist durch und durch falsch und heuchlerisch.

Die Vereinigten Staaten sind das einzige Land der Welt, das zweimal Atomwaffen eingesetzt und damit die Städte Hiroshima und Nagasaki in Japan zerstört hat. Und sie haben einen Präzedenzfall geschaffen.

Erinnern Sie sich daran, dass die Vereinigten Staaten und Grossbritannien während des Zweiten Weltkriegs Dresden, Hamburg, Köln und viele andere deutsche Städte in Schutt und Asche gelegt haben, ohne die geringste militärische Notwendigkeit. Das war demonstrativ und entbehrte, um es zu wiederholen, jeder militärischen Notwendigkeit. Wie bei den Atombombenabwürfen auf japanische Städte hatten sie nur ein Ziel: unser Land und den Rest der Welt einzuschüchtern.

Die Vereinigten Staaten haben mit ihren Teppich-Bombardements und dem Einsatz von Napalm und chemischen Waffen eine tiefe Narbe im Gedächtnis der Menschen in Korea und Vietnam hinterlassen.

Sie besetzen weiterhin Deutschland, Japan, die Republik Korea und andere Länder, die sie zynisch als Gleichgestellte und Verbündete bezeichnen. Was für ein Bündnis ist das denn? Die ganze Welt weiss, dass die Spitzenbeamten dieser Länder bespitzelt werden und dass ihre Büros und Wohnungen abgehört werden. Es ist eine Schande, eine Schande für diejenigen, die dies tun, und für diejenigen, die wie Sklaven dieses arrogante Verhalten stillschweigend und sanftmütig schlucken.

Die Befehle und Drohungen, die sie ihren Vasallen gegenüber aussprechen, bezeichnen sie als euro-atlantische Solidarität, die Herstellung biologischer Waffen und die Verwendung menschlicher Versuchspersonen, auch in der Ukraine, als noble medizinische Forschung.

Es sind ihre zerstörerische Politik, ihre Kriege und ihre Ausplünderung, die die heutige massive Migrantenwelle ausgelöst haben. Millionen von Menschen erleiden Entbehrungen und Demütigungen oder sterben zu Tausenden bei dem Versuch, Europa zu erreichen.

Sie exportieren jetzt Getreide aus der Ukraine. Wohin bringen sie es unter dem Vorwand, die Ernährungssicherheit der ärmsten Länder zu gewährleisten? Wohin geht es? Sie bringen es in dieselben europäischen Länder. Nur fünf Prozent sind an die ärmsten Länder geliefert worden. Wieder einmal Betrug und nackte Täuschung.

Tatsächlich nutzt die amerikanische Elite die Tragödie dieser Menschen, um ihre Rivalen zu schwächen, um Nationalstaaten zu zerstören. Das gilt für Europa und für die Identität Frankreichs, Italiens, Spaniens und anderer Länder mit jahrhundertelanger Geschichte.

Washington fordert immer mehr Sanktionen gegen Russland, und die Mehrheit der europäischen Politiker macht gehorsam mit. Ihnen ist klar, dass die USA, indem sie die EU drängen, auf russische Energie und andere Ressourcen vollständig zu verzichten, Europa praktisch in die Deindustrialisierung treiben, um sich den gesamten europäischen Markt anzueignen. Diese europäischen Eliten verstehen das alles – das tun sie, aber sie ziehen es vor, den Interessen der anderen zu dienen. Das ist keine Unterwürfigkeit mehr, sondern direkter Verrat an ihren eigenen Völkern. Gott segne sie, es liegt an ihnen.

Aber die Angelsachsen glauben, dass Sanktionen nicht mehr ausreichen, und haben sich nun der Subversion zugewandt. Es scheint unglaublich, aber es ist eine Tatsache: Mit den Explosionen an den internationalen Gaspipelines von Nord Stream, die auf dem Grund der Ostsee verlaufen, haben sie die Zerstörung der gesamten europäischen Energie-Infrastruktur in Angriff genommen. Es ist für jeden klar, wer davon profitiert. Diejenigen, die davon profitieren, sind natürlich verantwortlich.

Das Diktat der USA wird mit roher Gewalt durchgesetzt, nach dem Faustrecht. Manchmal ist es schön verpackt, manchmal gibt es überhaupt keine Verpackung, aber das Wesentliche ist dasselbe – das Gesetz der Faust. Daher die Stationierung und Aufrechterhaltung von Hunderten von Militärstützpunkten in allen Ecken der Welt, die Erweiterung der Nato und die Versuche, neue Militärbündnisse wie Aukus und dergleichen zusammenzuschustern. Es wird viel unternommen, um eine militärisch-politische Kette Washington-Seoul-Tokio zu schaffen. Alle Staaten, die über echte strategische Souveränität verfügen oder diese anstreben und in der Lage sind, die westliche Hegemonie in Frage zu stellen, werden automatisch zu Feinden erklärt.

Dies sind die Grundsätze, die den Militärdoktrinen der USA und der Nato zugrunde liegen, die eine totale Vorherrschaft fordern. Die westlichen Eliten präsentieren ihre neokolonialistischen Pläne mit der gleichen Heuchelei, indem sie friedliche Absichten vorgeben und von einer Art Abschreckung sprechen. Dieses ausweichende Wort wandert von einer Strategie zur anderen, bedeutet aber in Wirklichkeit nur eines – die Unterminierung aller souveränen Machtzentren.

Wir haben bereits von der Abschreckung Russlands, Chinas und des Iran gehört. Ich glaube, als Nächstes sind andere Länder Asiens, Lateinamerikas, Afrikas und des Nahen Ostens sowie die derzeitigen Partner und Verbündeten der USA an der Reihe. Schliesslich wissen wir, dass sie, wenn sie unzufrieden sind, auch gegen ihre Verbündeten Sanktionen verhängen – gegen diese oder jene Bank oder Firma. Das ist ihre Praxis, und sie werden sie ausweiten. Sie haben alles im Visier, auch unsere nächsten Nachbarn – die GUS-Staaten.

Gleichzeitig ist der Westen offensichtlich schon seit langem einem Wunschdenken verfallen. Mit dem Sanktions-Blitzkrieg gegen Russland zum Beispiel glaubte man, wieder einmal die ganze Welt hinter sich vereinen zu können. Wie sich herausstellt, begeistert eine solche Aussicht jedoch nicht jeden – abgesehen von absoluten politischen Masochisten und Bewunderern anderer unkonventioneller Formen der internationalen Beziehungen. Die meisten Staaten weigern sich zu salutieren und wählen stattdessen den vernünftigen Weg der Zusammenarbeit mit Russland.

Mit einer solchen Aufmüpfigkeit hat der Westen natürlich nicht gerechnet. Man hat sich einfach daran gewöhnt, nach einem Schema zu handeln, sich durch Erpressung, Bestechung und Einschüchterung zu holen, was man will, und ist davon überzeugt, dass diese Methoden für immer funktionieren werden, als ob sie in der Vergangenheit versteinert stehengeblieben wären.

Ein solches Selbstbewusstsein ist nicht nur ein direktes Produkt des berüchtigten Konzepts des Exzeptionalismus – auch wenn es immer wieder verblüfft –, sondern auch des wahren «Informationshungers» im Westen. Die Wahrheit wurde in einem Meer von Mythen, Illusionen und Fälschungen ertränkt, wobei eine äusserst aggressive Propaganda eingesetzt wurde, die wie Goebbels lügt. Je unglaubwürdiger die Lüge, desto schneller werden die Menschen sie glauben – nach diesem Prinzip arbeiten sie.

Aber man kann die Menschen nicht mit gedruckten Dollars und Euros füttern. Mit diesen Papierstücken kann man sie nicht ernähren, und die virtuelle, aufgeblasene Kapitalisierung westlicher Social-Media-Unternehmen kann ihre Häuser nicht heizen. Alles, was ich hier sage, ist wichtig. Und was ich gerade gesagt habe, ist nicht weniger wichtig: Mit Papier kann man niemanden ernähren – man braucht Lebensmittel; und mit diesen aufgeblähten Kapitalisierungen kann man niemandes Haus heizen – man braucht Energie.

Deshalb müssen die Politiker in Europa ihre Mitbürger davon überzeugen, weniger zu essen, seltener zu duschen und sich zu Hause wärmer anzuziehen. Und wer anfängt, berechtigte Fragen zu stellen wie «Warum ist das eigentlich so?», wird sofort zum Feind, zum Extremisten und Radikalen erklärt. Sie zeigen mit dem Finger auf Russland und sagen: Das ist die Quelle all eurer Probleme. Noch mehr Lügen.

Ich möchte besonders darauf hinweisen, dass es allen Grund zu der Annahme gibt, dass die westlichen Eliten nicht nach konstruktiven Auswegen aus der globalen Nahrungsmittel- und Energiekrise suchen werden, die sie und nur sie allein zu verantworten haben, und zwar als Ergebnis ihrer langfristigen Politik, die lange vor unserer militärischen Sonderoperation in der Ukraine, im Donbass, begann. Sie haben nicht die Absicht, die Probleme der Ungerechtigkeit und Ungleichheit zu lösen. Ich fürchte, sie würden lieber andere Formeln verwenden, mit denen sie besser zurechtkommen.

An dieser Stelle ist es wichtig daran zu erinnern, dass sich der Westen aus seinen Problemen Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Ersten Weltkrieg gerettet hat. Die Gewinne aus dem Zweiten Weltkrieg halfen den Vereinigten Staaten, die Grosse Depression zu überwinden, zur grössten Volkswirtschaft der Welt zu werden und dem Planeten die Macht des Dollars als globale Reservewährung aufzuzwingen. Und die Krise der 1980er Jahre – in den 1980er Jahren spitzte sich die Lage wieder zu – überstand der Westen weitgehend unbeschadet, indem er sich das Erbe und die Ressourcen der zusammengebrochenen und untergegangenen Sowjetunion aneignete. Das ist eine Tatsache.

Jetzt müssen sie, um sich aus dem jüngsten Geflecht von Herausforderungen zu befreien, Russland sowie andere Staaten, die einen souveränen Entwicklungsweg wählen, um jeden Preis demontieren, damit sie den Reichtum anderer Nationen weiter plündern und zum Flicken eigener Löcher verwenden können. Wenn dies nicht geschieht, kann ich nicht ausschliessen, dass sie versuchen werden, einen Zusammenbruch des gesamten Systems herbeizuführen und alles darauf zu schieben, oder, Gott bewahre, sich für die alte Formel des Wirtschaftswachstums durch Krieg entscheiden.

Russland ist sich seiner Verantwortung gegenüber der internationalen Gemeinschaft bewusst und wird alles tun, dafür zu sorgen, dass sich ein kühler Kopf durchsetzt.

Das derzeitige neokoloniale Modell ist letztlich dem Untergang geweiht, so viel ist klar. Aber ich wiederhole, dass seine wahren Herren bis zum Ende daran festhalten werden. Sie haben der Welt einfach nichts anderes zu bieten als die Aufrechterhaltung desselben Systems der Ausplünderung und Erpressung.

Sie scheren sich einen Dreck um das natürliche Recht von Milliarden von Menschen, der Mehrheit der Menschheit, auf Freiheit und Gerechtigkeit, das Recht, ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Sie sind bereits dazu übergegangen, moralische, religiöse und familiäre Werte radikal zu verleugnen.

Beantworten wir uns selbst einige sehr einfache Fragen. Jetzt möchte ich auf das zurückkommen, was ich gesagt habe, und ich möchte mich auch an alle Bürger des Landes wenden – nicht nur an die Kollegen im Saal –, sondern an alle Bürger Russlands: Wollen wir hier, in unserem Land, in Russland, «Elternteil Nummer eins, Elternteil Nummer zwei und Elternteil Nummer drei» (sie haben völlig den Verstand verloren!) anstelle von Mutter und Vater haben? Wollen wir, dass unsere Schulen unseren Kindern von ihrer ersten Schulzeit an Perversionen aufzwingen, die zu Degradierung und Auslöschung führen? Wollen wir ihnen eintrichtern, dass es neben Frauen und Männern noch andere Geschlechter gibt, und ihnen Operationen zur Geschlechtsumwandlung anbieten? Ist es das, was wir für unser Land und unsere Kinder wollen? Das alles ist für uns inakzeptabel. Wir haben eine andere, unsere eigene Zukunft.

Ich möchte wiederholen, dass sich die Diktatur der westlichen Eliten gegen alle Gesellschaften richtet, auch gegen die Bürger der westlichen Länder selbst. Dies ist eine Herausforderung für alle. Der völlige Verzicht auf das Menschsein, der Umsturz des Glaubens und der traditionellen Werte sowie die Unterdrückung der Freiheit ähneln einer «umgekehrten Religion» – dem reinen Satanismus. Jesus Christus hat in der Bergpredigt falsche Messiasse entlarvt: «An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.» Diese giftigen Früchte sind für die Menschen bereits erkennbar – nicht nur in unserem Land, sondern in allen Ländern, einschliesslich vieler Menschen im Westen selbst.

Die Welt ist in eine Periode grundlegender, revolutionärer Veränderungen eingetreten. Neue Machtzentren sind im Entstehen. Sie repräsentieren die Mehrheit – die Mehrheit! – der internationalen Gemeinschaft. Sie sind bereit, ihre Interessen nicht nur zu verkünden, sondern auch zu schützen. Sie sehen in der Multipolarität eine Chance, ihre Souveränität zu stärken, was bedeutet, dass sie echte Freiheit, historische Perspektiven und das Recht auf ihre eigenen unabhängigen, kreativen und unverwechselbaren Formen der Entwicklung, auf einen harmonischen Prozess gewinnen.

Wie ich bereits sagte, haben wir viele Gleichgesinnte in Europa und den Vereinigten Staaten, und wir spüren und sehen ihre Unterstützung. Eine im Kern emanzipatorische, antikoloniale Bewegung gegen die unipolare Hegemonie nimmt in den unterschiedlichsten Ländern und Gesellschaften Gestalt an. Ihre Kraft wird mit der Zeit nur noch wachsen. Es ist diese Kraft, die unsere künftige geopolitische Realität bestimmen wird.

Freunde, heute kämpfen wir für einen gerechten und freien Weg, zuallererst für uns selbst, für Russland, damit Diktat und Despotismus der Vergangenheit angehören. Ich bin davon überzeugt, dass die Länder und Völker verstehen, dass eine Politik, die auf dem Exzeptionalismus eines wie auch immer gearteten Staates und der Unterdrückung anderer Kulturen und Völker beruht, von Natur aus kriminell ist, und dass wir dieses schändliche Kapitel schliessen müssen. Der anhaltende Zusammenbruch der westlichen Hegemonie ist unumkehrbar. Und ich wiederhole: Es wird nie wieder so sein wie früher.

Das Schlachtfeld, zu dem uns das Schicksal und die Geschichte gerufen haben, ist ein Schlachtfeld für unser Volk, für das grosse historische Russland. (Beifall.) Für das grosse historische Russland, für die künftigen Generationen, unsere Kinder, Enkel und Urenkel. Wir müssen sie vor Versklavung und monströsen Experimenten schützen, die darauf abzielen, ihren Verstand und ihre Seele zu verkrüppeln.

Heute kämpfen wir dafür, dass niemand auf die Idee kommt, dass Russland, unser Volk, unsere Sprache oder unsere Kultur aus der Geschichte ausgelöscht werden können. Wir brauchen heute eine konsolidierte Gesellschaft, und diese Konsolidierung kann nur auf Souveränität, Freiheit, Schöpfung und Gerechtigkeit beruhen. Unsere Werte sind Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Mitgefühl.

Und ich möchte mit den Worten des wahren Patrioten Iwan Iljin schliessen: «Wenn ich Russland als mein Mutterland betrachte, bedeutet das, dass ich wie ein Russe liebe, wie ein Russe sinne und denke, wie ein Russe singe und spreche; dass ich an die geistige Kraft des russischen Volkes glaube. Sein Geist ist mein Geist, sein Schicksal ist mein Schicksal, sein Leid ist mein Leid, und sein Wohlstand ist meine Freude.»

Hinter diesen Worten verbirgt sich eine glorreiche spirituelle Wahl, die in den mehr als tausend Jahren russischer Staatlichkeit von vielen Generationen unserer Vorfahren getroffen wurde. Heute treffen wir diese Entscheidung; die Bürger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk und die Bewohner der Regionen Saporischschja und Cherson haben diese Entscheidung getroffen. Sie haben sich dafür entschieden, bei ihrem Volk zu sein, bei ihrem Vaterland zu sein, sein Schicksal zu teilen und gemeinsam mit ihm den Sieg zu erringen.

Die Wahrheit ist mit uns, und hinter uns steht Russland! (Beifall.)

Die Übertragung aus dem Russischen besorgte Wolfgang Koydl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert